Wenn der Platz im Volk knapp wird und das Volk bald schwärmen d.h. sich teilen will, bauen die Arbeiterbienen Zellen, die von den Imkern „Königinnenzellen“ genannt werden. In ein Spielnäpfchen / Nachschaffungszelle / Königinnenzelle legt die Königin ein Ei, dass von den Arbeiterbienen zu einer neuen Königin herangezogen wird. Ein Volk ohne Königin (z.B. ein Ableger) baut Nachschaffungszellen um Eier, die schon im Volk sind. Die dürfen aber nicht älter als drei Tage sein.
Wenn die Bienen in der gewünschten Tracht stehen, werden das Absperrgitter und der Honigraum aufgesetzt. Bei den Magazinimkern wird ein separater Raum für den Honig über den Brutraum aufgesetzt. Ein Absperrgitter unter dem Honigraum verhindert, dass die Königin in den Honigraum gelangen kann. Dadurch ist gewährleistet, dass keine Brut im Honigraum zu finden ist. Egal welches Imkersystem man verwendet, es ist immer so, dass der Honig so weit wie möglich vom Flugloch entfernt gelagert wird. Bei den Magazinimkern gibt es zur Abgrenzung zwischen Brut- und Honigraum ein Absperrgitter. Durch die Spalten im Absperrgitter schaffen es nur die Arbeiterbienen. Während der Tracht gibt es die meisten Schwärme, d.h. in der Zeit zwischen Mai und Ende Juni.
Da müssen die Bienen nicht laufen, sondern werden vom Imker gefahren, wenn man gezielt einen Sortenhonig ernten möchte wie z.B. Raps. Das nennt man dann wandern. Wichtig ist, dass die Bienen außerhalb des Flugradius verbracht werden.
Die Bienen haben so etwas wie ein fest eingebautes Navi. Da, wo sie zum ersten Mal aus dem Stock herausfliegen, wird sozusagen als „Zuhause“ gespeichert. Von diesem Ort aus fliegen die Bienen in einem Radius von 3 km. Verstellt man das Volk innerhalb dieses Flugradius werden sie immer wieder an den alten Standort (als nach Hause) fliegen.
Die Bienen sehen ihren Imker zum 1. Mal im neuen Jahr bei der Frühjahrsdurchsicht. Dabei prüft der Imker den Futterbestand seines Bienenvolks, Brutaktivität und ob das Wabenmaterial noch ok ist. Im Laufe der nächsten Wochen entwickelt sich das Volk und wird stärker, bis die 1. Tracht beginnt. Zu diesem Zeitpunkt besteht das Volk aus einem oder zwei Bruträumen. In diesem Bereich befinden sich die Brutwaben für die Arbeiterbienen, Waben mit eingelagertem Futter und Pollen, Königin
Das Bienenjahr beginnt mit dem Reinigungsflug. Die Bienen stehen das ganze Jahr draussen, so dass die Wärme im Innern eines Gebäude ihnen nicht den falschen Eindruck erwecken, dass es draußen warm genug ist für einen Ausflug ins Freie. Durch die Kälte ziehen sich die Bienen in die Wintertraube zurück, die sich über mehrere Waben verteilt. Das kann durchaus bis zu 4 Monate andauern. An einem milden Tag im Februar fliegen gelegentlich ein paar Bienen raus, um die Kotblase, die sie den ganzen Winter über gefüllt haben, zu leeren. Die meisten Reinigungsflüge finden jedoch am 1. schönen Märztag statt, wenn die Nachbarin die Wäsche zum ersten Mal draussen trocknen will. Das ist wohl ein Naturgesetz.
Es gibt eine Bienenkönigin in einem Bienenstock und die einzige Biene, die Eier legt. Eine Königin geht nur 1x auf Hochzeitsflug und wird von bis zu 30 Drohnen im Flug begattet. Der Vorrat am Sperma reicht für max. 4 Jahre. Danach wird die alte Königin durch eine neue Königin ersetzt. Das nennt man Umweiseln. Aus jeder Arbeitsbiene kann grundsätzlich eine Königin werden. Es ist alles nur eine Frage des Futters, mit dem die Larven gefüttert werden. Zu Beginn werden alle Larven mit Gelee Royal gefüttert. Danach werden nur noch die Larven, die Königinnen werden sollen mit Gelee Royal weiter gefüttert. Die Königin ist zwar die Chefin im Volk aber ohne ihre Arbeiterbienen absolut machtlos. Sie wird von den Arbeiterbienen gehegt und gepflegt,gefüttert, geputzt, mit Informationen über die aktuelle Trachtsituation usw. versorgt.
Die männlichen Bienen im Volk heißen Drohnen. Drohnen gibt es im allgemeinen von Mai bis August im Bienenvolk und haben nur 1 Aufgabe: eine Königin begatten. Wenn die Bienenvölker ab Mitte Juli eine begattete Königin haben und das Trachtangebot fast versiegt, wehren die Arbeiterbienen die Drohnen ab und verweigern ihnen den Zutritt zum Bienenstock und somit zu den Vorräten. Da die Drohnen draussen bleiben müssen und nicht mehr an die Futtervorräte rankommen, sterben die Drohnen vor und z.T. auf den Flugbrettern. Das ist die sogenannte Drohnenschlacht.
Fast alle Bienen im Stock sind weiblich und damit Arbeiterbienen. Da ist der Name Programm. Im Sommer werden die Arbeiterbienen höchstens 6 Wochen alt. Dann haben sie so viel gearbeitet, dass sie nicht länger durchhalten. Außerdem gehören zu einem Bienenvolk noch: Drohnen und die Köningin
Wichtiger als andere für das Überleben von Bienen ist das Angebot anTracht. In unseren Monokulturen müssen die Imker darauf achten, dass die Bienen nicht verhungern. Marschgrasland (ohne Wildkräuter oder andere Blühpflanzen), Maisanbauflächen usw. bieten keinerlei Futter für unsere Bienen, weder Pollen und Nektar. Unter dem Trachtangebot versteht man alle Pflanzen und Bäume, die Pollen und/oder Nektar liefern. Arbeiterbienen fliegen aus, um Nektar und Pollen zu sammeln. Unverändert: Für 1 Glas Honig (500 g) muss eine Biene eine Strecke zurücklegen, als würde sie 5x die Welt umrunden. Die Pollen sammeln die Bienen in sogenannten Pollenhöschen. Dabei handelt es sich um einen speziellen Sammelapparat für Pollen an den hinteren Bienenbeinen. Die einzelnen Pollenkörner werden auf die Außenseite des Unterschenkels gebürstet, verkleben miteinander, werden auf die Haare gespießt und es sieht aus, als würden sie kleine Hosen tragen.
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