Varroamilbe

Eine Krankheit von der alle Bienenvölker betroffen sind ist die sogenannte
Varroa / Varroamilbe. Die Varroamilbe ist ein Parasit, der ganze Bienenvölker befällt und vergleichbar mit einer Zecke. Auch Varroamilben übertragen Krankheiten. Allerdings, wenn die Zecken bei uns im gleichen Größenverhältnis stehen würden, wie die Varroen zu den Bienen, dann wären die Zecken so groß wie Kaninchen.

Quelle : Wikipedia
Varroa auf der Biene

Manchmal sieht man eine Varroamilbe auf einer Biene, meist im Bereich zwischen den Flügeln und auch viele Imker denken, dass es die 1. Milbe ist, die die Biene heimsucht. Aber wenn sich die Varroamilbe auf den Rücken der Biene setzt, ist es nicht die erste, sondern die 9. Milbe. Die anderen 8 Milben sitzen in den Bauchöffnungen zwischen den Ringen der Biene. Die Milben können das sogenannte Bienenparalysevirus übertragen. Es gibt verschiedene Bienenkrankheiten, die ausgelöst werden durch Bakterien, Pilze, Viren, z.B. Kalkbrut, Amerikanische Faulbrut, Europäische Faulbrut, Sackbrut, Nosema,

Und wem es jetzt noch nicht zu langweilig geworden ist, der sollte dringend mal einen Klönabend, ein Treffen im Bienengarten oder gleich einen Anfängerkurs besuchen.

Honigernte

Wenn Bienen Nektar sammeln und dieser „eingetragen“ wird, hat der Nektar ungefähr die Konsistenz von Fruchtsaft. Wenn wir Imker den Honig „ernten“ hat er einen Wassergehalt von weniger als 18%. Der Honig ist reif, wenn die Honigwabe mehr als halb bzw. ganz verdeckelt (d.h. mit einer feinen Wachsschicht verschlossen) ist. Die Waben mit reifen Honig werden (ohne Bienen) aus den Honigräumen entnommen und in den Schleuderraum gebracht. Im nächsten Arbeitsschritt werden die Waben Entdeckelt so nennt man es, wenn die feine Wachsschicht von den Honigwaben entfernt wird. Anschließend kommen die Waben in eine Schleuder, wo der Honig durch Hand- oder Motorantrieb herausgeschleudert wird. 

Kaltgeschleudert
Das ist ein sehr irreführender Werbetext, der sich in die Köpfe eingebrannt hat.
Honig ist immer kaltgeschleudert. Wenn der Imker den Honig aus den Bienenvolk nimmt, so haben die Waben die gleiche Temperatur, die im Innern des Bienenstocks herrscht: ca. 35° Celsius. Solange die Waben diese Temperatur haben, lassen sie sich hervorragend bearbeiten und der Honig lässt sich gut aus den Waben herausschleudern. Honig sollte grundsätzlich niemals über 40° Celsius erwärmt werden. Die von den Bienen hinzugefügten Enzyme und andere Inhaltsstoffe würden unwiederbringlich zerstört. Nach dem letzten Schleudern Mitte Juli beginnt das Auffüttern und die Varroabehandlung der Völker.

Pollen

Pollen spielt eine entscheidende Rolle im Leben von Bienen. Als wichtiger Nahrungsquelle und Rohstoff ist Pollen ein unverzichtbarer Bestandteil des Bienenstocks.

Die Bienen sammeln den Pollen von Blüten und verwenden ihn zur Fütterung ihrer Brut sowie zur Herstellung von Honig, Wachs und Gelee Royal.
Pollen ist eine wichtige Proteinquelle für die Bienen, die benötigt werden, um ihre Brut zu ernähren und das Wachstum von Jungbienen zu unterstützen.

Die Bienen sammeln den Pollen von verschiedenen Blüten und lagern ihn in speziellen Taschen an ihren Beinen, den sogenannten Pollenhöschen.

Zurück im Bienenstock wird der Pollen von den Bienen in speziellen Zellen gespeichert und mit Nektar vermischt, um Bienenbrot herzustellen. Dieses Bienenbrot wird dann verwendet, um die Brut zu füttern und das Wachstum der Jungbienen zu fördern.


Die Pollenfarbe in Abhängigkeit der aktuellen Vegation gibt Auskuft über die Herkunft des Pollens.
Neben der Verwendung von Pollen als Nahrungsmittel (Gewürz),so ist er reich an verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien und verleiht dem Honig die jeweilige Farbe.

Propolis

Auch bekannt unter dem Begriff Kittharz. Es handelt sich um eine harzige Masse, die zum einen von den Bienen aus Harz von Bäumen, Nektar, Ölen, Pollen und Speichel der Bienen erzeugt wird. Das Propolis dient der Bienengesundheit und schützt vor Bakterien, Viren und Pilzen. Ist eine Spalte unter 2 mm werden die Spalten mit Propolis zugekittet, so auch die Fugen zwischen den Zargen, die Abstände zwischen den Rähmchen und auch wenn eine Fremdkörper wie z.B. eine Maus ins Volk eindringt und totgestochen wird, so wird die Maus mit Propolis sozusagen mumifiziert, damit keine Krankheiten ins Bienenvolk gelangen können. Zum Teil bieten Imker eine Propolislösung an. Die Zusammensetzung ist nicht vorhersagbar oder reproduzierbar weil es davon abhängt, was die Bienen einsammeln.

Stockmeißel und Werkzeug / Zubehör

Für sämtliche Arbeiten am Bienenvolk benötigt der Imker seinen Stockmeißel. Das universelle Werkzeug für Imker. Auf der einen Seite hat der Stockmeißel einen Haken oder eine Kante, mit der man die Waben lösen und Anheben kann. Auf der anderen Seite der Stockmeißel scharfkantig, so dass man damit übergebauten Wachs abkratzen kann. Und außerdem noch ein Gerät um Rauch zu erzeugen. Hier kann man zur traditionellen Imkerpfeife greifen (reinpusten – nicht dran ziehen!) oder man wählt einen Smoker (das ist kein Grill). Ich habe den Hintergrund dazu wie folgt, gelernt: Der Respekt der Bienen vor dem Rauch stammt noch aus der Zeit, als die Bienen ausschließlich in den Wäldern lebten. Wenn sie damals Rauch gerochen haben, bedeutete das, dass ihr Wald brennt und dass sie wochenlang nichts zu essen finden werden. Aus diesem Grund sind die Bienen zu ihren Futterwaben geflogen und haben sich den Bauch vollgeschlagen. So funktioniert es auch heute noch: wenn die Bienen den Rauch riechen, ziehen sie sich zurück in die Wabengassen (so nennt man den Raum zwischen 2 Rähmchen) und sind sehr friedlich.

Brutbrett

In starken Völkern kann es durchaus vorkommen, dass es Brutwaben gibt, die von oben bis unten voll mit Brut sind, ohne einen Tropfen Futter. Diese Waben werden auch als Brutbretter bezeichnet. Solche Brutbretter werden zusammen mit mindestens 1 Futterwabe in einen Ableger gehängt. Meistens 2 Waben mit verdeckelter Brut und eine Wabe mit jüngster Brut.

Futterkranz

Die Königin legt meist mittig und oval ihre Eier in die Brutwaben. Oberhalb der Brut in einem Halbkreis bis zum oberen Teil des Rähmchens legen die Bienen einen Futtervorrat aus Nektar und z.T. auch Pollen an, mit dem die Brut auf dieser Wabe versorgt wird. Diesen Bereich nennt man Futterkranz.

Futterkranz über der Brut

Ableger

Im Laufe des Frühsommers, wenn die Völker täglich stärker werden, entnimmt der Imker den Völkern 1-3 Brutwaben bei einer Durchsicht. Dem Wirtschaftsvolk werden Rähmchen mit Mittelwänden gegeben. Dadurch wird der Schwarmtrieb verringert. Oder man bildet einen Kunstschwarm. Wenn man kein Bienenvolk mit Waben kaufen kann, weil man ein anderes Wabenmaß hat oder weil man wirklich einen Kunstschwarm haben möchte, dann kauft man einen entsprechende Menge (Kilogramm) Bienen und eine Königin dazu. Die Bienen werden dafür aus einem oder mehreren Völkern abgefegt und in einer geeigneten Transportkiste verstaut. Die Königin wird im Käfig in diese Kiste eingehangen. Die Bienen sammeln sich dann um diesen Käfig. Am Zielort angekommen werden die Bienen in eine Beute eingeschlagen. Das heißt man nimmt den Käfig mit der Königin raus, sprüht die Bienen ordentlich nass, schüttet sie in eine vorbereitete (verschlossene) Beute mit Mittelwänden und Futter, gibt den Käfig mit der Königin zum freifressen hinzu und verschließt die Beute. Danach kommt der eingeschlagene Kunstschwarm für 1 Nacht in Kellerhaft. Man sagt, dass sie zusammen eine Nacht hängen müssen, um ein Volk zu werden. Wichtig sind: Futter, kühl und dunkel.

Wirtschaftsfolk

Unter einem Wirtschaftsvolk versteht der Imker ein Bienenvolk, von dem er im laufenden Jahr einen gewissen Honigertrag erwartet. Im Laufe des Frühsommers, wenn die Völker täglich stärker werden, entnimmt der Imker den Völkern 1-3 Brutwaben bei einer Durchsicht um einen Ableger zu bilden. Dem Wirtschaftsvolk werden Rähmchen mit Mittelwänden gegeben. Dadurch wird der Schwarmtrieb verringert.

Schwarm fällt / Schwarm ist gefallen

Es gibt 2 Hauptgründe, warum Bienen schwärmen: Futtermangel oder Platzmangel. Im Laufe des Frühsommers entwickeln sich die Bienenvölker in rasantem Tempo. Irgendwann sind so viele Bienen im Stock, dass sie nicht mehr alle Platz finden. Wenn die Bienen merken, dass der Platz immer weniger wird, bauen sie Spielnäpfchen, in die die Königin irgendwann Eier legt. In diesen Spielnäpfchen ziehen sie neue Königinnen groß. Wenn die neuen Königinnen kurz vor dem Schlupf sind, beginnen sie in ihren Zellen zu Tuten und Quaken

Bevor die neue Königinnen in den Königinnenzellen (bevor ein Schwarm fällt) schlüpfen, machen die jungen Königinnen in den Zellen auf sich aufmerksam. Die tuten und quaken wirklich. Das ist das Zeichen für die alte Königin den Bienenstock zu verlassen. An einem der nächsten Tage gegen die Mittagszeit wird die alte Königin mit dem Großteil des Bienenvolks den Stock verlassen. Man sagt, dass ein Schwarm gefallen ist. Die neu geschlüpften Königinnen werden nach und nach ebenfalls mit verbliebenen Bienen den Stock verlassen. Das passiert so lange, bis nur noch 1 Königin übrig ist. Diese wird mit dem sehr geringen Rest an Bienen den Bienenstock weiter besiedeln.