Imkerlatein

Wenn man mit einem Imker ins Gespräch kommt, gibt es immer irgendwann diesen Moment, wo der Imker voller Begeisterung von seinen Bienen, Königinnen und dem Wassergehalt im Honig erzähltvon der gerade im Gang befindlichen Drohnenschlacht und dass bei der vorletzten Beute ein Schwarm gefallen ist.

Genau.
Wer 
nicht gerade passionierter Imker ist, hat keine Ahnung, ob es bei dem Gespräch immer noch um Bienen geht. Aus diesem Grund versuchen wir mal mit eigenen Worten zu erklären, was die einzelnen Begriffe bedeuten, gehen aber nicht bis ins allerletzte Detail.

Bienenstock/Beute/Bienenkiste/Korb/Magazine
Es gibt verschiedene Bezeichnungen für die „Behausungen“ in denen ein Bienenvolk wohnt und ganz allgemein ausgedrückt kann man immer sagen, dass es sich um einen Bienenstock handelt.
Die Korbimkerei ist auch heute noch besonders in der Lüneburger Heide verbreitet. Die Bienenkiste ist um 2010 auf den Markt gekommen und soll eine wesensgemäße Imkerei ermöglichen, die vorrangig auf Bestäubung und Erhalt der Bienenvölker fokussiert ist und nicht auf Honigertrag.
Mir hat mal ein Ausbilder den folgenden vielleicht denkwürdigen Satz gesagt: „Imker basteln gerne. Und weil Imker auch handwerklich sehr begabt sind, haben sie für jedes System eine Verbesserung.“
In unserem Verein ist besonders die Magazinimkerei, z.B. die Segeberger Betriebsweise verbreitet. Mit Magazinen imkern bedeutet, dass man mehrere Etagen (genannt „Zargen) übereinander anordnet.
Egal, wie viele Etagen eine solche Behausung hat, es ist 1 Bienenvolk.

Bienenvolk
Ein Bienenvolk das sind alle Bienen, die in einem Bienenstock wohnen. In den Sommermonaten besteht ein Bienenvolk aus ca. 40.000 bis 60.000 Bienen. 

Bienenrasse
Genau, wie bei Hunden, Katzen und Pferden gibt es auch bei den Bienen unterschiedliche Rassen und Kreuzungen. Bei uns am häufigsten verbreitet sind die Rassen: Carnica und Buckfast
für die es jeweils auch verschiedene Zuchtlinien gibt.
Es gibt weitere Bienenrassen weltweit. Die Bienen, die wir hier in Itzehoe und Umgebung halten sollen vor allem besonders friedlich sein und einen guten Honigertrag bringen. 

Wabenmaß
Mit dem Wabenmaß ist es wie mit Papierformaten und jeder Imker, der sich schon mal sein eigenes System gebastelt hat, hat dem ganzen Grundsortiment noch etwas hinzugefügt. Die in Deutschland meist verbreiteten Wabenmaße sind:

  • DNM = Deutschnormalmaß
  • Zander
  • Dadant

Außerdem gibt es noch

  • Langstroth
  • Freudensteiner
  • Zadant

Rähmchen
Ein Rähmchen ist sozusagen der Rahmen für eine Wabe und entspricht einem Wabenmaß. Es gibt vorbereitet Rähmchen mit Draht und eingelöteter Mittelwand oder es gibt Drohnenrahmen ohne Draht und ohne Mittelwand.

Mittelwände
Mittelwände sind so etwas wie sehr dünne Waffeln. Sie haben das Muster und die Größe für Waben für Arbeiterbienen, sind aber nur ca. 2-3 mm dick.

Wabe
Auf diese Mittelwände in den Rähmchen bauen die Bienen in beide Richtungen aus Wachs die Zellen auf. Die Bienen haben Wachsdrüsen und schwitzen das Wachs aus und verbauen es direkt. Wenn die Mittelwand vollständig ausgebaut ist, spricht man von einer Wabe.
In den Waben werden Honig und Pollen eingelagert oder es wird Brut aufgezogen.

Drohnenrahmen
Drohnenrahmen sollten bei den Magazinimkern mindestens von April bis Juli im Bienenvolk sein. Drohnenrahmen sind weder gedrahtet noch mit Mittelwänden versehen, sie bestehen komplett aus Naturbau. Die Bienen bauen komplett in Naturbau die Waben. Für Drohenbrut wird ein anderes Zellenmaß benötigt. Während der Honigsaison werden die Drohnenrahmen ausgeschnitten, sobald die Brut zum verpuppen verdeckelt ist. Durch diese Maßnahme wird die Anzahl der Varroamilben in den Völkern reduziert. 

Naturbau
Wenn man Waben im Naturbau verwenden möchte, gibt man nur Rähmchen oder Leisten ins Bienenvolk.
Wichtiger als andere für das Überleben von Bienen ist das Angebot an Tracht. In unseren Monokulturen müssen die Imker darauf achten, dass die Bienen nicht verhungern. Marschgrasland (ohne Wildkräuter oder andere Blühpflanzen), Maisanbauflächen usw. bieten keinerlei Futter für unsere Bienen, weder Pollen und Nektar. Unter dem Trachtangebot versteht man alle Pflanzen und Bäume, die Pollen und/oder Nektar liefern.
Arbeiterbienen fliegen aus, um Nektar und Pollen zu sammeln.
Für 1 Glas Honig (500 g) muss eine Biene eine Strecke zurücklegen, als würde sie 5x die Welt umrunden.
Die Pollen sammeln die Bienen in sogenannten Pollenhöschen. Dabei handelt es sich um einen speziellen Sammelapparat für Pollen an den  hinteren Bienenbeinen. Die einzelnen Pollenkörner werden auf die Außenseite des Unterschenkels gebürstet, verkleben miteinander, werden auf die Haare gespießt und es sieht aus, als würden sie kleine Hosen tragen.

Arbeiterbienen
Fast alle Bienen im Stock sind weiblich und damit Arbeiterbienen. Da ist der Name Programm. Im Sommer werden die Arbeiterbienen höchstens 6 Wochen alt. Dann haben sie so viel gearbeitet, dass sie nicht länger durchhalten. Außerdem gehören zu einem Bienenvolk noch:

Drohnen und Drohnenschlacht
Die männlichen Bienen im Volk heißen Drohnen. Drohnen gibt es im allgemeinen von Mai bis August im Bienenvolk und haben nur 1 Aufgabe: eine Königin begatten. Wenn die Bienenvölker ab Mitte Juli eine begattete Königin haben und das Trachtangebot fast versiegt, wehren die Arbeiterbienen die Drohnen ab und verweigern ihnen den Zutritt zum Bienenstock und somit zu den Vorräten. Da die Drohnen draussen bleiben müssen und nicht mehr an die Futtervorräte rankommen, sterben die Drohnen vor und z.T. auf den Flugbrettern. Das ist die sogenannte Drohnenschlacht. 

Königin/Weisel/Stockmutter
Es gibt eine Bienenkönigin in einem Bienenstock und die einzige Biene, die Eier legt. Eine Königin geht nur 1x auf Hochzeitsflug und wird von bis zu 30 Drohnen im Flug begattet. Die Drohnen sticht sie anschließend tot. Der Vorrat am Sperma reicht für max. 4 Jahre. Danach wird die alte Königin durch eine neue Königin ersetzt. Das nennt man Umweiseln.
Aus jeder Arbeitsbiene kann grundsätzlich eine Königin werden. Es ist alles nur eine Frage des Futters, mit dem die Larven gefüttert werden. Zu Beginn werden alle Larven mit Gelee Royal gefüttert. Danach werden nur noch die Larven, die Königinnen werden sollen mit Gelee Royal weiter gefüttert. Die Königin ist zwar die Chefin im Volk aber ohne ihre Arbeiterbienen absolut machtlos. Von denen wird sie auch täglich betrullert.
Die Königin wird von den Arbeiterbienen gehegt und gepflegt, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Königin wird gefüttert, geputzt, mit Informationen über die aktuelle Trachtsituation usw. versorgt.

Das Bienenjahr beginnt mit dem Reinigungsflug.
Die Bienen stehen das ganze Jahr draussen, so dass die Wärme im Innern eines Gebäudes ihnen nicht den falschen Eindruck erwecken, dass es draußen warm genug ist für einen Ausflug ins Freie. Durch die Kälte ziehen sich die Bienen in die Wintertraube zurück, die sich über mehrere Waben verteilt. Das kann durchaus bis zu 4 Monate andauern. An einem milden Tag im Februar fliegen gelegentlich ein paar Bienen raus, um die Kotblase, die sie den ganzen Winter über gefüllt haben, zu leeren.
Die meisten Reinigungsflüge finden jedoch am 1. schönen Märztag statt, wenn die Nachbarin die Wäsche zum ersten Mal draussen trocknen will. Das ist wohl ein Naturgesetz. 

Durchsicht / Frühjahrsdurchsicht
Die Bienen sehen ihren Imker zum 1. Mal im neuen Jahr bei der Frühjahrsdurchsicht. Dabei prüft der Imker den Futterbestand seines Bienenvolks, Brutaktivität und ob das Wabenmaterial noch ok ist.
Im Laufe der nächsten Wochen entwickelt sich das Volk und wird stärker, bis die 1. Tracht beginnt. Zu diesem Zeitpunkt besteht das Volk aus einem Brutraum.
So wird der unterste Raum ggf. auch 2 Räume genannt, der direkt auf dem Boden steht. In diesem Bereich befinden sich die Brutwaben für die Arbeiterbienen, Waben mit eingelagertem Futter und Pollen, Königin und Bienenvolk und später der Drohnenrahmen.

Flugradius
Die Bienen haben so etwas wie ein fest eingebautes Navi. Da, wo sie zum ersten Mal aus dem Stock herausfliegen, wird sozusagen als „Zuhause“ gespeichert. Von diesem Ort aus fliegen die Bienen in einem Radius von 3 km. Verstellt man das Volk innerhalb dieses Flugradius werden sie immer wieder an den alten Standort (als nach Hause) fliegen.

Wandern
Da müssen die Bienen nicht laufen, sondern werden vom Imker gefahren, wenn man gezielt einen Sortenhonig ernten möchte wie z.B. Raps.
Das nennt man dann wandern. Wichtig ist, dass die Bienen außerhalb des Flugradius verbracht werden.
Wenn die Bienen in der gewünschten Tracht stehen, werden das Absperrgitter und der Honigraum aufgesetzt.

Honigraum
Bei den Magazinimkern wird ein separater Raum für den Honig über den Brutraum aufgesetzt. Ein Absperrgitter unter dem Honigraum verhindert, dass die Königin in den Honigraum gelangen kann. Dadurch ist gewährleistet, dass keine Brut im Honigraum zu finden ist.
Egal welches Imkersystem man verwendet, es ist immer so, dass der Honig so weit wie möglich vom Flugloch entfernt gelagert wird. 

Absperrgitter
Bei den Magazinimkern gibt es zur Abgrenzung zwischen Brut- und Honigraum ein Absperrgitter. Durch die Spalten im Absperrgitter schaffen es nur die Arbeiterbienen.
Während der Tracht gibt es die meisten Schwärme, d.h. in der Zeit zwischen Mai und Ende Juni. 

Spielnäpfen/Nachschaffungszellen/Königinnenzellen
Wenn der Platz im Volk knapp wird und das Volk bald schwärmen d.h. sich teilen will, bauen die Arbeiterbienen Zellen, die von den Imkern „Königinnenzellen“ genannt werden. In ein Spielnäpfchen/Nachschaffungszelle/Königinnenzelle legt die Königin ein Ei, dass von den Arbeiterbienen zu einer neuen Königin herangezogen wird.
Ein Volk ohne Königin (z.B. ein Ableger) baut Nachschaffungszellen um Eier, die schon im Volk sind. 

Ein Schwarm fällt/Schwarm ist gefallen
Es gibt 2 Hauptgründe, warum Bienen schwärmen: Futtermangel oder Platzmangel. Im Laufe des Frühsommers entwickeln sich die Bienenvölker in rasantem Tempo. Irgendwann sind so viele Bienen im Stock, dass sie nicht mehr alle Platz finden.
Wenn die Bienen merken, dass der Platz immer weniger wird, bauen sie Spielnäpfchen, in die die Königin irgendwann Eier legt. In diesen Spielnäpfchen ziehen sie neue Königinnen groß. Wenn die neuen Königinnen kurz vor dem Schlupf sind, beginnen sie in ihren Zellen zu Tuten und Quaken.
Bevor die neuen Königinnen in den Königinnenzellen (bevor ein Schwarm fällt) schlüpfen, machen die jungen Königinnen in den Zellen auf sich aufmerksam. Die tuten und quaken wirklich. Das ist das Zeichen für die alte Königin den Bienenstock zu verlassen.
An einem der nächsten Tage gegen die Mittagszeit wird die alte Königin mit dem Großteil des Bienenvolks den Stock verlassen.
Man sagt, dass ein Schwarm gefallen ist.
Die neu geschlüpften Königinnen werden nach und nach ebenfalls mit verbliebenen Bienen den Stock verlassen. Das passiert so lange, bis nur noch 1 Königin übrig ist. Diese wird mit dem sehr geringen Rest an Bienen den Bienenstock weiter besiedeln.

Wirtschaftsvolk
Unter einem Wirtschaftsvolk versteht der Imker ein Bienenvolk, von dem er im laufenden Jahr einen gewissen Honigertrag erwartet. 

Ableger
Im Laufe des Frühsommers, wenn die Völker täglich stärker werden, entnimmt der Imker den Völkern 1-3 Brutwaben bei einer Durchsicht. Dem Wirtschaftsvolk werden Rähmchen mit Mittelwänden gegeben. Dadurch wird der Schwarmtrieb verringert.

Kunstschwarm
Wenn man kein Bienenvolk mit Waben kaufen kann, weil man ein anderes Wabenmaß hat oder weil man wirklich einen Kunstschwarm haben möchte, dann kauft man einen entsprechende Menge (Kilogramm) Bienen und eine Königin dazu.
Die Bienen werden dafür aus einem oder mehreren Völkern abgefegt und in einer geeigneten Transportkiste verstaut. Die Königin wird im Käfig in diese Kiste eingehangen. Die Bienen sammeln sich dann um diesen Käfig.
Am Zielort angekommen werden die Bienen in eine Beute eingeschlagen. Das heißt man nimmt den Käfig mit der Königin raus, sprüht die Bienen ordentlich nass, schüttet sie in eine vorbereitete (verschlossene) Beute mit Mittelwänden und Futter, gibt den Käfig mit der Königin zum freifressen hinzu und verschließt die Beute. Danach kommt der eingeschlagene Kunstschwarm für 1 Nacht in Kellerhaft. Man sagt, dass sie zusammen eine Nacht hängen müssen, um ein Volk zu werden. Wichtig sind: Futter, kühl und dunkel.

Futterkranz
Die Königin legt meist mittig und oval ihre Eier in die Brutwaben. Oberhalb der Brut in einem Halbkreis bis zum oberen Teil des Rähmchens legen die Bienen einen Futtervorrat aus Nektar und z.T. auch Pollen an, mit dem die Brut auf dieser Wabe versorgt wird. Diesen Bereich nennt man Futterkranz. 

Brutbrett
In starken Völkern kann es durchaus vorkommen, dass es Brutwaben gibt, die von oben bis unten voll mit Brut sind, ohne einen Tropfen Futter. Diese Waben werden auch als Brutbretter bezeichnet. Solche Brutbretter werden zusammen mit mindestens 1 Futterwabe in einen Ableger gehängt. Meistens 2 Waben mit verdeckelter Brut und eine Wabe mit jüngster Brut.

Stockmeißel und Werkzeug/Zubehör
Für sämtliche Arbeiten am Bienenvolk benötigt der Imker seinen Stockmeißel.
Das universelle Werkzeug für Imker. Auf der einen Seite hat der Stockmeißel einen Haken oder eine Kante, mit der man die Waben lösen und Anheben kann. Auf der anderen Seite der Stockmeißel scharfkantig, so dass man damit übergebauten Wachs abkratzen kann.
Und außerdem noch ein Gerät um Rauch zu erzeugen. Hier kann man zur traditionellen Imkerpfeife greifen (reinpusten – nicht dran ziehen!) oder man wählt einen Smoker (das ist kein Grill). Ich habe den Hintergrund dazu wie folgt, gelernt: Der Respekt der Bienen vor dem Rauch stammt noch aus der Zeit, als die Bienen ausschließlich in den Wäldern lebten. Wenn sie damals Rauch gerochen haben, bedeutete das, dass ihr Wald brennt und dass sie wochenlang nichts zu essen finden werden. Aus diesem Grund sind die Bienen zu ihren Futterwaben geflogen und haben sich den Bauch vollgeschlagen.  So funktioniert es auch heute noch: wenn die Bienen den Rauch riechen, ziehen sie sich zurück in die Wabengassen (so nennt man den Raum zwischen 2 Rähmchen) und sind sehr friedlich.

Propolis
Auch bekannt unter dem Begriff Kittharz. Es handelt sich um eine harzige Masse, die zum einen von den Bienen aus Harz von Bäumen, Nektar, Ölen, Pollen und Speichel der Bienen erzeugt wird.
Das Propolis dient der Bienengesundheit und schützt von Bakterien, Viren und Pilzen. Spalte unter 2mm werden mit Propolis  zugekittet, so auch die Fugen zwischen den Zargen, die Abstände zwischen den Rähmchen und auch wenn eine Fremdkörper wie z.B. eine Maus ins Volk eindringt und totgestochen wird, so wird die Maus mit Propolis sozusagen mumifiziert, damit keine Krankheiten ins Bienenvolk gelangen können.
Zum Teil bieten Imker eine Propolislösung an. Die Zusammensetzung ist nicht vorhersagbar oder reproduzierbar weil es davon abhängt, was die Bienen einsammeln.

Honigernte
Wenn Bienen Nektar sammeln und dieser „eingetragen“ wird, hat der Nektar ungefähr die Konsistenz von Fruchtsaft. Wenn wir Imker den Honig „ernten“ hat er einen Wassergehalt von weniger als 18%.
Der Honig ist reif, wenn die Honigwabe mehr als halb bzw. ganz verdeckelt (d.h. mit einer feinen Wachsschicht verschlossen) ist. 

Honigernte
Die Waben mit reifen Honig werden (ohne Bienen) aus den Honigräumen entnommen und in den Schleuderraum gebracht. Im nächsten Arbeitsschritt werden die Waben Entdeckelt so nennt man es, wenn die feine Wachsschicht von den Honigwaben entfernt wird. Anschließend kommen die Waben in eine Schleuder, wo der Honig durch Hand- oder Motorantrieb herausgeschleudert wird. 

Kaltgeschleudert
Das ist ein sehr irreführender Werbetext, der sich in die Köpfe eingebrannt hat.
Honig ist immer kaltgeschleudert. Wenn der Imker den Honig aus den Bienenvolk nimmt, so haben die Waben die gleiche Temperatur, die im Innern des Bienenstocks herrscht: ca. 35° Celsius. Solange die Waben diese Temperatur haben, lassen sie sich hervorragend bearbeiten und der Honig lässt sich gut aus den Waben herausschleudern.
Honig sollte grundsätzlich niemals über 40° Celsius erwärmt werden. Die von den Bienen hinzugefügten Enzyme und andere Inhaltsstoffe würden unwiederbringlich zerstört.
Nach dem letzten Schleudern Mitte Juli beginnt das Auffüttern und die Varroabehandlung der Völker. Eine Krankheit von der alle Bienenvölker betroffen sind ist die sogenannte 

Varroa/Varroamilbe
Die Varroamilbe ist ein Parasit, der ganze Bienenvölker befällt und vergleichbar mit einer Zecke. Auch Varroamilben übertragen Krankheiten. Allerdings, wenn die Zecken bei uns im gleichen Größenverhältnis stehen würden, wie die Varroen zu den Bienen, dann wären die Zecken so groß wie Kaninchen.
Manchmal sieht man eine Varroamilbe auf einer Biene, meist im Bereich zwischen den Flügeln und auch viele Imker denken, dass es die 1. Milbe ist, die die Biene heimsucht. Aber wenn sich die Varroamilbe auf den Rücken der Biene setzt, ist es nicht die erste, sondern die 9. Milbe. Die anderen 8 Milben sitzen in den Bauchöffnungen zwischen den Ringen der Biene. Die Milben können das sogenannte Bienenparalysevirus übertragen, eine

Bienenkrankheiten
Es gibt verschiedene Bienenkrankheiten, die ausgelöst werden durch Bakterien, Pilze, Viren, z.B. Kalkbrut, Amerikanische Faulbrut, Europäische Faulbrut, Sackbrut, Nosema, usw.

Und wem es jetzt noch nicht zu langweilig geworden ist, der sollte dringend mal einen Klönabend, ein Treffen im Bienengarten oder gleich einen Anfängerkurs besuchen.